Die 159. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Altötting fand am 9. Januar 2025 im Kultur- und Kongressforum statt. Vorsitzender Stefan Burghart begrüßte zahlreiche Ehrengäste, darunter Bürgermeister Stephan Antwerpen, Vertreter benachbarter Feuerwehren und weiteren Hilfsorganisationen des Landkreises. Nach einer Schweigeminute an die verstorbenen Kameraden präsentierte Burghart die Aktivitäten des Vereins. Kommandant Alois Wieser berichtete ausführlich über das Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres.
Ein Höhepunkt des Jahres war die Präsentation des neuen Tanklöschfahrzeugs (TLF 4000), das nach der Segnung durch Stadtpfarrer Dr. Klaus Metzl auf dem Kapellplatz vorgestellt wurde. Neben gesellschaftlichen Aktivitäten wie dem traditionellen Vatertagsradeln und dem winterlichen Aktivenausflug nach Bramberg zum Rodeln prägten zahlreiche Einsätze den Jahresverlauf.
Der Einsatz beim Hochwasser im Landkreis Pfaffenhofen im Juni 2024 stellte die Feuerwehr vor besondere Herausforderungen. Kommandant Wieser berichtete von dramatischen Szenen vor Ort, bei denen Einsatzkräfte an ihr Limit kamen und teils sogar in Schubkarren vor den Deichen schliefen. Insgesamt leisteten hier 16 Kameraden 80 Einsatzstunden, vor Ort oder auch in der Kreiseinsatzzentrale bei der Bildung und Koordination des Hilfeleistungskontingents für den Landkreis Pfaffenhofen. Der neue Wechsellader des Landkreises bewährte sich bei diesen Einsätzen besonders gut.
Im Jahr 2024 verzeichnete die Feuerwehr Altötting insgesamt 198 Einsätze, darunter 103 technische Hilfeleistungen und 75 Brandeinsätze. Derzeit zählt die Mannschaft 91 aktive Mitglieder, darunter elf Jugendliche und sieben Frauen.
Ein zentraler Punkt der Versammlung war die Neuwahl des Kassiers. Richard Stöckl wurde einstimmig in dieses Amt gewählt und löst damit Dr. Josef Mitterpleininger ab, der sich nach jahrelangem Engagement zurückzieht. Stefan Burghart würdigte die Verdienste Mitterpleiningers und dankte ihm für seine langjährige zuverlässige Arbeit.
Auch die Baumaßnahmen am Feuerwehrhaus sind ein wichtiger Schwerpunkt für 2025. Im Februar beginnt die Erweiterung mit drei neuen Stellplätzen sowie optimierten Rauchabschnitten und Fluchttüren. Die Einweihung ist für November 2025 geplant.
Die Jugendfeuerwehr feierte im vergangenen Jahr ihr 55-jähriges Bestehen, das Ende September mit einem Seifenkistenrennen gefeiert wurde. Jugendwart Max Kamhuber jun. dankte in seinem Bericht der Mannschaft sowie der Stadt Altötting für die anhaltende Unterstützung und betonte, wie wichtig die Nachwuchsarbeit für die Zukunft der Feuerwehr ist.
Zum Abschluss berichtete Kommandant Wieser über die Ergebnisse eines Audits der Regierung von Oberbayern über die gesamte Organisation der Altöttinger Wehr, das überwiegend positiv ausfiel, jedoch auch Verbesserungen bei der Parkplatzsituation anmahnte. In ihren Grußworten dankten der Bürgermeister der Stadt Altötting Stephan Antwerpen sowie Stadtrat und Referent der Altöttinger Wehr, Dr. Stefan Schneiderbauer allen Kameradinnen und Kameraden für ihr unermüdliches Engagement.