225 Einsätze, große Verantwortung und starkes Ehrenamt

10.01.2026
160. Jahreshauptversammlung mit Rückblick auf ein forderndes Einsatzjahr

Zur 160. Jahreshauptversammlung versammelte sich die Freiwillige Feuerwehr Altötting im Gerätehaus in der Burghauser Straße. Zahlreiche Vertreter aus der kommunalen Politik, den Blaulichtorganisationen sowie Ehrenmitglieder nahmen an der Versammlung teil. In einer Gedenkminute wurde an die im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden Karlheinz Schießl und Ehrenkreisbrandinspektor Eckbert Suttrop erinnert.

Kommandant Alois Wieser zeichnete in seinem Bericht das Bild eines ebenso intensiven wie fordernden Einsatzjahres. Insgesamt 225 Einsätze bewältigten die 86 aktiven Feuerwehrfrauen und -männer im Jahr 2025 – von Bränden und technischen Hilfeleistungen bis hin zu Einsätzen im chemisch-biologisch-radiologischen Bereich. In Summe kamen dabei 4.168 Einsatzstunden zusammen. „Gott sei es gedankt, dass wir von allen Einsätzen gesund zurückgekehrt sind“, bilanzierte Wieser.

Besonders bewegend war seine Schilderung eines schweren Verkehrsunfalls im Juni zwischen Graming und der B299. Die Einsatzkräfte kannten den Verunglückten persönlich und konnten ihn mit schwerem Gerät und einer Seilwinde aus dem Wrack befreien. Der Patient befinde sich inzwischen in der Reha und mache Schritt für Schritt Fortschritte. Auch ein Kellerbrand mit Personen in Gefahr im September verlangte den Atemschutzträgern aufgrund der drohenden Einsturzgefahr äußerste Konzentration und Professionalität ab. Solche Einsätze machten deutlich, welch hohe körperliche und psychische Belastung mit dem Ehrenamt verbunden ist.

Neben dem Einsatzgeschehen hob Wieser die zahlreichen Arbeiten im Hintergrund hervor – von Wartung und Reinigung über Dokumentation bis hin zu regelmäßigen Prüfungen. Ebenso unterstrich er die Bedeutung kontinuierlicher Aus- und Fortbildung, etwa bei einer besonderen Übung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn. Positiv bewertete er zudem die Anhebung der Altersgrenze für den aktiven Dienst auf 67 Jahre, wodurch erfahrene Kräfte weiterhin eingebunden werden können. Sein Dank galt Bürgermeister Stephan Antwerpen, Feuerwehrreferent Dr. Stefan Schneiderbauer, der Stadt, der Kreisbrandinspektion sowie allen Partnerorganisationen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Auch das Vereinsleben kam nicht zu kurz. Vorsitzender Stefan Burghart ließ ein abwechslungsreiches Jahr Revue passieren – mit dem Vatertagsradeln, dem Tag der Städtebauförderung, dem Tag der offenen Hallentore, dem Vereinsausflug in die neue Partnerstadt Mondsee sowie zahlreichen kirchlichen und gesellschaftlichen Terminen, die den Zusammenhalt stärkten.

Jugendwart Max Kamhuber berichtete über die Aktivitäten der aktuell 16 Jugendlichen, darunter regelmäßige Übungen, erfolgreiche Prüfungen und verschiedene soziale Aktionen. Nach neun Jahren engagierter Arbeit verabschiedete er sich gemeinsam mit Felix Schafranek aus dem Amt und übergab die Verantwortung in neue Hände.

Kassier Richard Stöckl konnte ein positives Jahresergebnis vermelden, die Kassenprüfung bestätigte eine einwandfreie Führung. Zudem standen mehrere Beförderungen und Ehrungen auf der Tagesordnung, darunter eine besondere Auszeichnung für Alois Wieser sen. für 50 Jahre aktiven Dienst.

Zum Abschluss würdigten Bürgermeister, Kreisbrandrat und Polizei die Professionalität und das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement sowie die gute Zusammenarbeit der Altöttinger Feuerwehr – ein unverzichtbarer Beitrag für die Sicherheit der Kreisstadt und der gesamten Region.