51 Jahre im Dienst der Feuerwehr Altötting
Mit seiner außergewöhnlichen Dienstzeit ist er der erste Feuerwehrangehörige in Altötting, der auf 51 Jahre aktiven Dienst zurückblicken kann.
Am 16. Oktober 1975 trat Alois Wieser im Alter von 16 Jahren der Feuerwehr Altötting bei. In den folgenden Jahrzehnten durchlief er zahlreiche Ausbildungen und Führungslehrgänge und übernahm bereits früh Verantwortung. 1982 wurde er Gerätewart, 1990 stellvertretender Kommandant und am 4. März 1999, im Alter von 39 Jahren, übernahm er von Hans Schröck das Amt des Kommandanten. Dieses führte er bis Januar 2017 aus – insgesamt 18 Jahre.
In dieser Zeit prägte Wieser die Entwicklung der Feuerwehr Altötting nachhaltig. Unter seiner Führung wurde der Fuhrpark umfassend modernisiert. Zahlreiche Fahrzeuge wie unter anderem HLF 20, TLF 24/50, Rüstwagen und Drehleiter wurden beschafft. Auch im Feuerwehrhaus setzte er wichtige Projekte um: Die Einsatzzentrale wurde erweitert, die ehemalige Wohnung zu einem Schulungsraum umgebaut, das Stüberl erweitert und die Atemschutzwerkstatt mit einem Atemluftkompressor ausgestattet.
Besondere Beharrlichkeit bewies er bei der Beschaffung von Bundesfahrzeugen. 2006 konnte der ABC-Erkundungskraftwagen persönlich durch den damaligen Bundesinnenminister Otto Schily übergeben werden. 2013 folgte die Übergabe eines Dekon-P durch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich.
Auch im Einsatzdienst übernahm Alois Wieser über Jahrzehnte Verantwortung. Zu den besonderen Ereignissen seiner aktiven Laufbahn zählten unter anderem der Papstbesuch 2006 in Altötting sowie der Brand am Münchner Hof. Rund 4.000-mal stand er als Einsatzleiter an der Spitze und trug damit Verantwortung für Menschen, Einsatzkräfte und den Erfolg der Einsätze.
Seine fachliche Kompetenz wurde auch über die Stadtgrenzen hinaus geschätzt. Wieser war Kreisbrandmeister, Kreisbrandinspektor und ab 2017 stellvertretender Kreisbrandrat. Für seine besonderen Verdienste wurde ihm 2013 das Steckkreuz des Freistaates Bayern verliehen. 2017 ernannte ihn die Feuerwehr Altötting zum Ehrenkommandanten und verlieh ihm die Ehrennadel.
Zwar wurde sein aktiver zunächst am 1. Oktober 2024 beendet, doch nach der Änderung der Altersgrenze im bayerischen Feuerwehrrecht kehrte er am 16. Mai 2025 noch einmal in den aktiven Dienst zurück. Bis zu seinem endgültigen Ausscheiden unterstützte er die Feuerwehr weiterhin bei Einsätzen und Übungen, insbesondere als Maschinist der Großfahrzeuge. Am 10. Januar 2026 konnte er bereits für 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt werden.
Bei seiner Verabschiedung würdigte sein Sohn und heutiger Kommandant das außergewöhnliche Engagement seines Vaters. 51 Jahre Feuerwehrdienst und 18 Jahre als Kommandant seien weit mehr als beeindruckende Zahlen. Sie stünden für ein ganzes Leben im Dienst der Gemeinschaft und für eine prägende Zeit in der Geschichte der Altöttinger Wehr.
Mit seiner Verabschiedung an seinem 67. Geburtstag endete nun endgültig eine außergewöhnliche Feuerwehrlaufbahn. Die Feuerwehr Altötting sagt Danke für 51 Jahre Einsatzbereitschaft, Verantwortung, Kameradschaft und Verbundenheit.