Feuerwehr Altötting nimmt erweiterten Hallenbau offiziell in Betrieb
Mit einem Festakt am Samstag, den 10.01.2026 hat die Freiwillige Feuerwehr Altötting ihren neu errichteten Anbau an der Burghauser Straße eingeweiht. Das Feuerwehrhaus wurde um drei zusätzliche Stellplätze erweitert und misst nun rund 60 Meter in der Länge. Die neue Fläche von etwa 225 Quadratmetern schafft den dringend benötigten Raum für moderne Einsatzfahrzeuge und verbessert zugleich die Arbeits- und Sicherheitsbedingungen für die Einsatzkräfte.
Auslöser für das Bauvorhaben war die wachsende Zahl an Spezialfahrzeugen, die in Altötting stationiert sind. Neben einem Fahrzeug zur Dekontamination von Einsatzkräften gehören dazu ein CBRN Mess- und Erkundungsfahrzeug für Gefahrstofflagen aller Art sowie ein Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehältern für den Katastrophenschutz des Landkreises Altötting. Um diese Fahrzeuge vorschriftsgerecht unterzubringen, war eine Erweiterung unumgänglich. Ergänzt wird der Neubau durch ein Hochregallager, das eine schnelle Materiallogistik ermöglicht.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 660.000 Euro, ein Teil davon wurde durch öffentliche Fördermittel gedeckt. Bürgermeister Stephan Antwerphen betonte, dass Altötting mit der Unterbringung dieser überregional eingesetzten Fahrzeuge Verantwortung für Bund und Landkreis übernehme. Für eine Stadt dieser Größenordnung sei die technische Ausstattung beachtlich. Trotz anfänglicher Diskussionen habe der Stadtrat das Projekt geschlossen unterstützt.
Auch städtebaulich zeigt der Anbau Wirkung: Durch eine Neuordnung der Parkflächen und zusätzliche Grünbereiche wurde insbesondere der westliche Abschnitt des Dultplatzes sichtbar aufgewertet. Kommandant Alois Wieser zeigte sich mit der Einbindung der neuen Fahrzeughalle 2 in das Gesamtbild sehr zufrieden. Die Bauzeit von nur etwa zehn Monaten sei dem guten Zusammenspiel von Stadt, Planern, Firmen und Feuerwehr zu verdanken.
Architekt Robert Maier sprach von einem gelungenen Beispiel für effiziente Projektabwicklung unter engem Zeitrahmen. Statt eines symbolischen Schlüssels überreichte er der Wehr eine Erinnerungsplakette – mit einem Augenzwinkern.
Kreisbrandrat Vincenzo Bucci würdigte die Investition als wichtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit der Feuerwehr und verwies auf zusätzliche Zugangsmöglichkeiten im Alarmfall, die die Abläufe weiter verbessern. Den kirchlichen Segen spendete Stadtpfarrer Prälat Dr. Klaus Metzl. Musikalisch wurde die Feier von zwei Nachwuchskräften der eigenen Feuerwehr begleitet.
Bereits jetzt richtet sich der Blick jedoch auch auf kommende Aufgaben: Das Haupt- und Verwaltungsgebäude entspricht nicht mehr allen heutigen Anforderungen und soll perspektivisch modernisiert werden – ebenso der sanierungsbedürftige Vorplatz. Mit der Hallenerweiterung ist jedoch ein entscheidender Grundstein für die weitere Entwicklung der Feuerwehr Altötting gelegt.